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Bayrische Meister im 14/1 ermittelt 09.05.2011(BBV Presse)
Am vergangenen Sonntag fanden die Bayrischen Meisterschaften in der Disziplin 14/1 statt. Während bei den Ladies, Damen und Senioren im Doppel-K.O.-System bis zum Viertel- bzw. Halbfinale gespielt wurde, verteilten sich die 32 Herren zunächst auf acht 4er Gruppen, von denen jeweils die besten Zwei das Achtelfinale erreichten.
Herren: Gespielt wurden die Titelkämpfe in diesem Jahr an vier verschiedenen Spielorten, wobei sich die Herren im Highlander Pool & Snooker Center in Weißenburg einfanden. In der Gruppenphase ergaben sich keine größeren Überraschungen, lediglich Daniel Konrad vom BSV Pfaffenhofen war im Vorfeld mehr zuzutrauen gewesen. Nach seiner 93:100-Niederlage gegen den Rosenheimer Konstantin Knaub musste er jedoch bereits nach der Vorrunde unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Topfavorit Manuel Ederer vom designierten deutschen Vizemeister BSV Dachau hatte derweil keinerlei Probleme, das Achtelfinale zu erreichen. Zwei deutliche Erfolge gegen Mario Geiger (PB Deggendorf) und Konstantin Knaub ließen den amtierenden Deutschen Meister der Herren und der Jugend ungefährdet in die Endrunde einziehen. Auch hier erwies sich Michael Falter aus Hof keineswegs als Stolperstein. Eine Serie von 56 Bällen schaffte schnell Klarheit zugunsten des noch 17-jährigen, der in wenigen Tagen seine Volljährigkeit feiern wird. Mehr Mühe als ihnen vermutlich lieb war, hatten Christoph Reintjes (Fürstenfeldbruck) und Nachwuchs-Ass Luis Dütsch (BC Neumarkt). Beide wandelten auf des Messers Schneide, konnten sich dann aber dennoch knapp gegen Johannes Halbinger (BSV Dachau) bzw. Andreas Galsterer (PBC Passau) durchsetzen. Wenig später war dann aber für Erstligaspieler Reintjes Endstation. Martin Schnürch aus Donauwörth erwies sich im Viertelfinale als der in diesem Moment Stärkere und setzte sich unerwartet deutlich mit 100:37 durch. Einen guten Lauf erwischte wiederum Josef Bendl vom PBC Erding. Der ehemalige Bayrische 8-Ball Meister ließ Konstantin Knaub mit 100:12 in drei Aufnahmen stehen und sicherte sich seinerseits den begehrten Platz im Semifinale. Die Halbfinals sahen wiederum einen überzeugend agierenden Manuel Ederer. Nach neun Aufnahmen und einer Serie von 51 Punkten war auch diese Partie bereits Geschichte, so dass sich Martin Schnürch mit dem kleinen Finale zufrieden geben musste. Genauso deutlich setzte sich im zweiten Semi „Seppi“ Bendl gegen Youngster Dütsch durch. Im abschließenden Finale, welches erst gegen 22:00 Uhr gestartet werden konnte, hielt Bendl das Geschehen lange offen. Letztlich erwies sich aber Manuel Ederer als derjenige mit dem längeren Atem und vollendete schließlich zum völlig verdienten 100:73-Sieg und den damit verbundenen Bayrischen Meistertitel. Bronze sicherte sich Luis Dütsch, der Martin Schnürch mit 100:56 deutlich auf Rang Vier verweisen konnte.
Damen:
In den Viertelfinals behielt unisono die jüngere Generation die Oberhand, so dass sich in den Semifinals Biangini und Kristina Grim (1. BV Rosenheim) sowie Petra Hillmeier (BC Kelheim) und Stefanie Hentschel gegenüberstanden. Äußerst kurios mutet hierbei an, dass alle vier im Turnierverlauf bereits eine Niederlage einstecken mussten und somit über die Verliererrunde erst unter die letzten Acht kamen. Während sich Hentschel gegen Hillmeier recht flott absetzen und mit 75:23 sicher gewinnen konnte, wurde das andere Halbfinale zu einer wesentlich knapperen Angelegenheit. Am Ende war es dann die Münchnerin Biangini, die nicht nur die deutlich höhere Serie erzielen konnte, sondern auch am Ende mit 75:57 die Oberhand behielt. Das Finale sah mit Jacqueline Biangini’s 75:53-Erfolg über Steffi Hentschel schließlich eine verdiente Bayrische Meisterin. Die ehemalige Deutsche Jugendmeisterin spielte über das gesamte Turnier das überzeugendste 14/1 und darüber hinaus die beiden Höchstserien. Hentschel musste sich ihrerseits nach 19 Aufnahmen mit der Silbermedaille begnügen. Bronze sicherte sich „Kiki“ Grim durch ein tolles 75:61 nach 13 Aufnahmen gegen Petra Hillmeier.
Ladies:
Ein wenig überraschend musste Illa Weberstetter (BSC Ingolstadt) schon sehr früh die Segel streichen. Das 53:75 gegen Ebru Stöger (SC Dingolfing) bedeute das Aus und den gleichzeitigen Halbfinaleinzugs Stögers. Ebenso bin zu den letzten Vier schafften es Karin Michl (BC Germering), Darinka Barth (BSV München) und Alexandra Hoffmann (BSC Ingolstadt). Beide Semis entwickelten sich zu knappen Angelegenheiten, wobei Karin Michl gegen Ebru Stöger nach 25 Aufnahmen als 75:61-Siegerin hervorging. Mit dem gleichen Ergebnis setzte sich wenig später Hoffmann gegen Barth durch. Taktisch geprägt verlief das Finale. Weder Michl noch Hoffmann wollten großes Risiko eingehen, so dass die Partie ein wenig dahin plätscherte. Nichtsdestotrotz setzte sich Michl immer mehr von ihrer Gegnerin ab und versenkte schließlich zum 75:56-Sieg die entscheidenden letzten Bälle. Platz Drei ging an Darinka Barth, die Ebru Stöger im kleinen Finale mit 75:72 niederrang.
Senioren:
Alle drei schafften auch den Sprung ins Viertelfinale, ehe diese Spielrunde sowohl für Fortner als auch für Spitzer die Endstation bedeutete. Harry Wolff hingegen, der zuvor in der Gewinnerrunde zunächst an Spitzer gescheitert war, schaffte durch ein knappes 100:88 gegen seinen Vereinskollegen Jakob Schumacher den Halbfinaleinzug. Zur Überraschung des Turniers avancierte derweil aber immer mehr Dieter Schuster von BF Mühlhausen. Der Landesligaspieler musste zwar eine 51:75-Auftaktpleite gegen Wolff einstecken, doch zwei Siege über Walter Hermann (Spitzw. Straubing) sowie Oguztürk Yaylakci (BSV Pfaffenhofen) bedeuteten auch für ihn den Einzug ins Einfach-K.O. Ein klares 100:33 gegen Fortner brachte dann gar einen Platz im Halbfinale. Von hier an wurde sich Schuster offenbar seiner Chance bewusst und schlug eiskalt zu. Eine frühe 28er Serie brachte im Semifinale zunächst ein wenig Distanz zwischen ihm und Armin Haschert vom TV Schweinheim. Weitere kleine Serien sorgten letztendlich für ein deutliches 100:42-Endergebnis und den gleichzeitigen Finaleinzug. Harald Wolff spielte derweil die beste Partie des gesamten Turniers. Serien von 45 und 40 ließen für Wolfgang Schmid (Spitzw. Straubing) nichts weiter übrig, als seinem Widersacher nach vier Aufnahmen zur Endspielteilnahme zu gratulieren.
Bronze ging an Wolfgang Schmidt durch ein hauchdünnes 100:96 gegen Armin Haschert. Beide wussten mit Serien über 40 zu gefallen.
Text: BBV-Presse/Touch Magazine Fotos: Touch Magazine & Ausrichter
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09.05.2011
Die Damen spielten im Café Alibi in Straubing, wobei es in dem ausgeglichenen Teilnehmerfeld dieses Jahr nicht wirklich eine Topfavoritin gab. Als Titelverteidigerin ging Stefanie Hentschel (Fürstenfeldbruck) an den Start und man musste sie damit natürlich im Blick haben. Am besten ins Turnier startete mit Jacqueline Biangini vom BC München aber eine Andere. Mit einer Serie von 32 Bällen setzte die 26-jährige in ihrer Auftaktpartie gegen Nadja Kilchenstein BV Schöllkrippen) gleich mal ein Ausrufezeichen. Nichtsdestotrotz musste aber auch Biangini in der Folgebegegnung gegen Sigrid Glatz (BC Miesbach) anerkennen, das jede Partie wieder bei Null anfängt. Glatz agierte in den zwölf Aufnahmen bis zum 50:35-Sieg sicherer und zog damit ins Viertelfinale ein. Aber auch die Münchnerin schaffte den Sprung ins Einfach-K.O. durch ein 50:14 gegen Glatz‘ Vereinskollegin Alexandra Stülpner. Mit 28 Bällen gelang ihr zudem eine erneut bemerkenswerte Serie, die sie allenthalben spätestens jetzt zur Topfavoritin machte.
Kurzfristig den Spielort verlegt hatten die Ladies. Die Bayrische fand letztlich im „Billard Star“ in München statt, da alle Teilnehmerinnen aus der unmittelbaren Nähe der Hauptstadt kamen.
Die Senioren spielten ihrerseits die Meisterschaften bei Fortuna Straubing. Bei der Suche nach den Namen der Favoriten kam man dabei sicherlich nicht an Harald Wolff aus Fürstenfeldbruck vorbei. Aber auch die letztjährigen DM-Teilnehmer Ferdinand Fortner (PPB Pressath) und Christian Spitzer (PBC München-West) sollte man auf dem Zettel haben.
Zeit zur Revanche hieß es dann also im letzten Spiel des Tages. Wie in der ersten Runde trafen Harald Wolff und Dieter Schuster aufeinander. Aber im Gegensatz zur Auftaktpartie war es nunmehr Schuster, der das Heft in die Hand nahm und in der neunten Aufnahme mit 42 Kugeln in Folge den entscheidenden Schritt zum Bayrischen Titelgewinn vollzog. Taktisch geschickt verwaltete der Mühlhausener den Vorsprung und siegte letztlich mit 100:68 nach 18 Aufnahmen.